Auf dem Gebiet der Textilmaschinen vollzog Saurer parallel zur Weiterentwicklung der Stickmaschinen eine Verbreiterung der Tätigkeitsgebiete, anfangs der 20er Jahre durch Aufnahme von Webmaschinen und in den 60er Jahren von Zwirnmaschinen in das Fabrikationsprogramm. Der ausserordentlich starken Exportorientierung dieser Geschäftszweige Rechnung tragend, wurde die Saurer-Textilmaschinensparte durch ausländische Tochtergesellschaften international abgestützt.
1912 brachte Saurer den ersten Stickautomaten und 1916 die Schiffchenstickmaschine Typ 1S, Länge 10 und 15 Yards, auf den Markt, wodurch die Stickerei-Industrie eine durchgreifende Umwälzung erlebte. Während Jahrzehnten blieb dann die 1955 herausgebrachte Schiffchenstickmaschine Mod. 2S-55 die massgebende Maschine des Marktes, bis Ende der 70er Jahre die heutige Hochleistungs-Stickmaschine Saurer 1040 ihren Siegeszug antrat.
Im Webmaschinenbau galt Saurer stets als einer der führenden Hersteller von Schützen-Webmaschinen, die zu hoher technischer Perfektion gebracht wurden. Dann entwickelte sich die Saurer-Textilmaschinen-Gruppe zum bedeutendsten Hersteller von Greifer-Webmaschinen. Die jüngste Entwicklung sind Luftdüsen-Webmaschinen, in denen höchstentwickelte Technologie und modernste Mikroprocessoren-Steuerungen zum Einsatz kommen. Die Textilmaschinen-Sparte ist heute die tragende Säule für die Zukunft der Aktiengesellschaft Adolph Saurer.
